Archiv der Kategorie: Stimmstörung

Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode®

Zur Entstehung der Stimmig-sein-Methode® – meine Behandlungsmethode:

Die Stimmig-sein-Methode® ist eine Weiterentwicklung der Funktionalen Methode nach Gisela Rohmert, welche im Lichtenberger Institut für Gesang und Instrumentalspiel gelehrt wird und auch in der Stimmtherapie Einsatz findet. Diese auch als Lichtenberger Methode bekannte Gesangspädagogik hat als erste Funktionale Gesangsmethode eine Herangehensweise geschaffen, welche über das Hören von bestimmten Obertonfrequenzen und über das Zulassen des Vibratos in der Stimme eine Selbstorganisation der Stimme auslöst.

Diese Methode wird bereits vielfach in der Logopädie in der Stimmtherapie eingesetzt. Uta Feuerstein hat mit ihrem Buch „Stimmig sein. – Die Selbstregulation der Stimme in Gesang und Stimmtherapie.“ im Jahr 2000 einen entscheidenden Beitrag zur Übertragung dieser eigentlich für den Gesang entwickelten Stimmbildungsmethode auf die Stimmtherapie (Therapie von Stimmstörungen) zu übertragen. Die Stimmig-sein-Methode® kann auch aufgrund ihrer Übertragung im Bereich von funktionellen und organischen Stimmstörungen (Dysphonien) auch bei Patienten und Patientinnen ohne jede Gesangserfahrung eingesetzt werden.

Im Jahr 2001 hat sie zusammen mit der Dipl.-Psychologin Uta Himmelmann einen weiterführenden Ansatz entwickelt, mit dem zusätzlich auch psychische Mitbedingsungsfaktoren einer Stimmstörung, also auch psychogene Dysphonien behandelt werden können. Diese weiterführende Methode hat den Namen „Stimmig-sein-Methode“ erhalten.

Stimmtherapie – Die Selbstorganisation der Stimme über das Hören:

In der Stimmig-sein-Methode® organisiert sich die Stimme über eine bewusste Hörweise von selbst: Im Ohr liegt ein obertonreicher „Klangcode“ verankert, der – wenn wir ihn wahrnehmen – eine Verbesserung des Tonus (Spannungsgrad der Muskeln) im gesamten Körper bewirkt. Dadurch werden funktionale Abläufe wie z.B. das Zusammenspiel der Kehlkopfmuskeln, Atmung, Haltung usw. harmonisiert. (Funktionale Selbstorganisation der Stimme).

Stimme und Psyche: Doch Stimme ist mehr als nur das perfekte Zusammenspiel verschiedener Muskeln: Im Singen und Sprechen drücken sich auch Stimmungen oder Unstimmigkeiten aus: Wenn wir nicht mit uns im Einklang sind, wird die Schutzfunktion der Kehle (z.B. als “Kloß im Hals”) innerviert, was den Klang angestrengt und gepresst klingen lassen kann. Wenn wir jedoch eigenmächtig und authentisch unsere “innere Stimme” sprechen lassen, bekommen wir einen raumgreifenden und gleichzeitig anstrengungslosen Klang.

Stimmtherapie – Die Selbstorganisation der Stimme über die Psyche:

Diese Zusammenhänge macht sich die Stimmig-sein-Methode® zunutze, indem man über das bewusste Hören des Stimmklangs eine bessere Wahrnehmung für die eigenen Bedürfnisse und Gefühle entwickelt und so die “innere Stimme” stimmlich wie psychisch befreien kann. (Psychointegrale Selbstorganisation der Stimme). Die Stimmig-sein-Methode® eignet sich daher hervorragend für den Einsatz bei funktionellen und psychogenen Dysphonien. Aber auch bei organischen Dysphonien kann er die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und durch die verbesserte Schwingfähigkeit der Stimmlippen zum Beispiel dazu beitragen, dass sich Schwellungen auf den Stimmbändern auflösen oder dass eine gelähmte Stimmlippe wieder zum Mitschwingen angeregt wird (dies ist nur bei reinnervierbaren Stimmlippen möglich). Funktionelle Fehlspannungen, die sich nach einer organischen Stimmstörungen aufgebaut haben, werden abgebaut. Diese Stimmtherapiemethode kann auch hervorragend in der Therapie von Redeflusstörungen eingesetzt werden.

Stottern und Poltern haben oft eine Stimmstörung als Basis:

Stottern und Potern gehen oft mit einem gestörten Stimmklang einher. Hinzu kommen Verspannungen in der Atmungs,- Phonations- und Artikulationsmuskulatur. Dies alles kann mit der Stimmig-sein-Methode® behandelt werden und der Redefluss optimiert werden. Auch kann in der SStimmig-sein-Methode® der psychische Askekt der Redeflussstörung bearbeitet werden.

Warum bekommen so viele Sänger und Sängerinnen Stimmprobleme?

Viele Sänger leider unter Stimmproblemen. Der Fachterminus Sängerknötchen zeigt schon, dass viele Sänger sogar organische Veränderungen an den Stimmlippen bekommen. Das liegt oft an einer falschen Stimmtechnik bei Sängerinnen und Sängern – und zwar daran, dass mit zu viel Atemdruck und zu festem Stimmlippenschluss gesungen wird. Aber auch andere Fehler können sich im Gesang einschleichen. Vielfach wird der Rachen eingeengt, der Kehlkopf hochgezogen, das Gaumensegel verspannt usw. usw.

Schuld daran sind oft falsche Stimmvorbilder – Sänger, die ebenfalls mit Verspannungen singen. Was viele nicht wissen: auch die Star-Sänger bekommen oft Stimmprobleme – nur wird dies oft verheimlicht und der Sänger oder die Sängerin werden unbemerkt operiert und / oder stimmtherapeutisch behandelt und sie starten dann nach einer gewissen Zeit ihr Comeback.

Der Grund einer Stimmstörung von einer Sängerin oder einem Sänger kann auch in der Psyche liegen, wie zum Beispiel bei Lampenfieber oder anderen psychischen Problemen.

Um langfristig Stimmstörungen im Gesang zu vermeiden, sollten Sie eine Stimmtechnik erlernen, welche nachhaltig gut für die Stimme ist und keine Stimmstörungen erzeugt. Siehe dazu mein Angebot unter stimmigsein.de.
Die Stimmig-sein-Methode ist darauf ausgerichtet, dass sich die Stimme selbst organisiert – und verhilft Ihnen daher zu einer gesunden Stimmfunktion. Die Stimmtherapie wird nur verordnet, wenn Sie eine Stimmstörung entwickelt haben. Sie bekommen also keine Verordnung für Gesangsunterricht.

Psychogene Dysphonie

Viele kennen psychogene Belastungen ihrer Stimme – wenn diese Belastungen dauerhaft auftreten, so nennt man dies „psychogene Dysphonie“.
Alltätgliche Redewendungen berichten davon:

  • einen Kloß im Hals haben
  • vor Wut einen „dicken Hals“ bekommen
  • stimmig sein
  • unstimmig sein
  • es verschlägt mir die Stimme
  • da krieg ich keine Luft mehr
  • das ist eine schlechte Stimmung hier
  • ich will auch etwas be“stimmen“
  • das stimmt für mich
  • unbestimmt

usw.

Wir haben in der eigenen Methode, der Stimmig sein-Methode wissenschaftlich einen Zusammenhang zwischen Stimme und Psyche herstellen können und Wege zur Befreiung der Stimme auch über einen psychischen Zugang geschaffen. Näheres hierzu erfahren Sie  hier.

Was ist eine Organische Stimmstörung oder Organische Dysphonie / Dysodie?

Eine organische Stimmstörung oder Organische Dysphonie wird immer dann als Diagnose gestellt, wenn die Stimmfunktion durch organische Veränderungen gestört oder verursacht ist.

Typische organische Stimmstörungen

Typische organische Stimmstörungen sind z.B. die Stimmlippenknötchen (welche auch häufig Sängerknötchen genannt werden, da häufig Sänger ihre Stimme durch eine falsche Stimmtechnik überbeanspruchen und so irgendwann Schwielen auf den Stimmbändern entwickeln). Viele organische Stimmstörungen lassen sich durch die Umstellung der Stimmtechnik auf die funktionale Phonation, welche mit der Stimmig-sein-Methode® möglich ist, beseitigen. Manche organische Stimmstörungen sind jedoch nur operativ zu beheben – wenn auch gleichwohl eine stimmtherapeutische Nachsorge wichtig ist. Dies ist z.B. häufig bei Stimmpippenpolypen der Fall, wenn diese bereits zu groß geworden sind.

Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode® nach Operationen

Stimmstörungen nach Operationen aufgrund der Prozesse der Wundheilung z.B. in der Stimmlippenschleimhaut:
Oft kommt es vor, dass Patienten aufgrund der Missempfindungen bei der Wundheilung eine gewisse Schonhaltung einnehmen, die dazu führen kann, dass die Stimme nicht mehr klar klingt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Verspannungen (Kompensationsversuche) aufgebaut werden, um die Stimme wieder in den Griff zu bekommen. Hier wird Ihnen professionell weitergeholfen, um zu vermeiden, dass sich falsche Muster einschleichen.

Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode® nach Schilddrüsenoperationen

Nach einer Schilddrüsen-Operation kann es vorkommen, dass die Stimme eingeschränkt belastbar ist. Dies kommt einerseits von:

Recurrenzparesen:

Die gefürchtete Recurrenzparese nach einer Schilddrüsenoperation tritt glücklicherweise nicht mehr so häufig auf. Die Recurrenzparese ist eine Lähmung eines oder beider Stimmlippennerven (Nervus recurrenz), welche zu Heiserkeit oder zu Atemnot führen kann. Manche Recurrenzparesen sind unwiderruflich. Bei einer einseitigen Stimmlippenlähmung muss dann die andere Stimmlippe in der Stimmtherapie geschult werden, stärker zu arbeiten, um wieder eine brauchbare Stimmfunktion zu entwickeln. Oft sind die Lähmungserscheinungen auch nur vorübergehend und lassen sich auch durch eine gute Therapie schnell wieder beheben, indem die gesunde Stimmlippe dazu animiert wird, mit ihrer Schwingung die andere Seite anzuregen.

Umstellung der Muskulatur:

Eine andere Schwierigkeit liegt darin, dass Ihre Muskeln sich umstellen müssen. Denn die Einhängemuskulatur des Kehlkopfs hat nun einen kürzeren Weg für ihre Arbeit, da die Schilddrüse (bzw. ein Lappen der Schilddrüse) fehlt, so dass der früher längere Weg eines Muskels der Einhängemuskulatur sich nun kürzer gestaltet.
Auch wenn es tatsächlich zu einer Recurrenzparese gekommen sein sollte, muss sich die Muskulatur umstellen. In diesem Falle muss das beweglich gebliebene Stimmband kompensieren lernen, um näher an die gelähmte Stimmlippe heranzukommen, so dass die Stimme wieder klarer werden kann. Bei nur vorübergehenden Lähmungen (welche oft entstehen, wenn der Nerv lediglich gequetscht ist), ist es sogar extrem wichtig, Stimmtherapie zu machen, um über die Schwingung des gesunden Stimmbandes die gelähmte Seite zum Mitschwingen anzuregen und so schneller zu reaktivieren, damit es gar nicht erst zum Abbau von Muskelmasse im gelähmten Stimmband kommen kann.

Stimmtherapie bei organischen Stimmstörungen – Selbstheilungsprozesse anregen

In der Stimmtherapiepraxis arbeiten wir mit der Stimmig-sein-Methode®. Mit dieser Methode ist es möglich, Selbstheilungsprozesse bzw. Selbstregulationsprozesse der Stimme in Gang zu bringen, welche die unwillkürlich gesteuerte Muskulatur des Kehlkopfes anregen kann, sich neu zu organisieren. Diese Selbstregulation können Sie über eine verbesserte Hörwahrnehmung unter professioneller Anleitung erlernen. Denn über eine verbesserte Klangwahrnehmung (bestimmter Frequenzen) reguliert sich die Stimmfunktion (über neurologische Schleifen) von selbst. Das heißt, die Stimme wird klarer, weicher, voluminöser und brillanter (tragfähiger). Anstrengungsgefühle lösen sich auf.
Bei organischen Schädigungen im Kehlkopf organisieren sich im Rahmen der natürlichen Möglichkeiten des Kehlkopfs die Muskeln neu; Schwellungen können durch das veränderte Schwingungsverhalten der Stimmlippen zurückgehen.
Auch können Sie mit einer Stimmtherapie nach einer Operation angeleitet werden, nicht aus einer Angst vor Stimmproblemen oder wegen evtl. vorhandener Missempfindungen im Hals eine falsche (kompensierte) Stimmtechnik zu entwickeln.

Abbau von Ängsten und (Stimm-) Stress

Auch der Stress, den eine Stimmstörung bzw. eine Operation auslösen kann, kann in der Stimmig-sein-Methode® mitbehandelt werden. In diesem Fall ist es mit der Stimmig-sein- Methode® möglich, über die Stimme Zugang zu seinen Gefühlen zu bekommen und Ängste und damit seinen (Stimm-) Stress wieder abzubauen.

Willkommen in der Stimmtherapiepraxis von Uta Feuerstein

Schnelle Hilfe bei Ihrer Stimmstörung!

Eine Stimmstörung wird oft nicht ernst genommen und oft erst spät erkannt. Wenn man dann eine Verordnung vom HNO-Arzt oder Phoniater bekommen hat, findet man nicht immer sofort eine Praxis, in der Stimmstörungen auch häufig behandelt werden.

Mein Name ist  Uta Feuerstein. Ich habe mich mit meiner  „Stimmtherapiepraxis, Praxis für Logopädie, Uta Feuerstein“ als erste Kölner Praxis bewusst auf die Behandlung von Stimmstörungen spezialisiert.

Meine Qualifizierungen im Bereich der Behandlung von Stimmstörungen

Neben meiner Ausbildung als Dipl.-Sprachheilpädagogin und Inhaberin einer Vollzulassung im Bereich der Logopädie habe ich mich besonders für die Therapie von Stimmstörungen qualifiziert. Denn ich habe mich als Sängerin (Mezzosopran) und  Lehrerin der Funktionalen Methode nach Gisela Rohmert am Lichtenberger Institut für Gesang und Instrumentalspiel zehn Jahre lang neben dem Studium und dem Beruf im Bereich Gesang und Gesangspädagogik ausbilden lassen.  Im Jahr 2000 habe ich ein Buch zur Übertragung der Lichtenberger Methode auf die logopädische Stimmtherapie geschrieben.

Daher habe ich ein besonderes inniges Verhältnis zur Stimme, Stimmstörungen und der Verbesserung der Stimmgesundheit sowie ein besondere „Ohr“ für die Bedürfnisse von Stimmpatientinnen und Stimmpatienten.
Auch Sängerinnen und Sänger sind in meiner Praxis sehr gut aufgehoben und bekommen Rückmeldungen über die möglichen Fehler in ihrer Stimmtechnik, wenn sie eine Stimmstörung oder Sängerknötchen entwickelt haben. Aber nicht nur Sängerinnen und Sänger werden hier behandelt, sondern alle Stimmstörungen, angefangen von der zu leisen Stimme wie bei der hypofunktionellen Dysphonie bis hin zu organischen Dysphonien wie zum Beispiel nach einer Schilddrüsenoperation oder bei Krebs.
Da ich seit 1996 im logopädischen Bereich tätig bin, und mich im Jahr 2000 selbständig gemacht habe, blicke ich auf inzwischen 2 Jahrzehnte Erfahrung in der Behandlung von Stimmstörungen zurück.

Meine Erfahrungen als Stimmpädagogin und Gesangspädagogin reichen sogar noch weiter zurück, da ich vor meiner Tätigkeit als Stimmtherapeutin und Sprachtherapeutin schon während meines Studiums freiberuflich als Stimmtrainerin und Gesangspädagogin gearbeitet habe.

Entwicklung und Fortbildung in einer eigenen Stimmtherapiemethode

Im Jahr 2001 habe ich zusammen mit der Dipl.-Psychologin Uta Himmelmann die Stimmig-sein-Methode gegründet. Als Methodengründerin der Stimmig-sein-Methode bin und war ich zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Stimmtherapeutin auch als Fort- und Ausbilderin im Stimmig-sein-Institut für Gesang, Sprechstimme & Psyche sowie bei externen Fortbildungsveranstaltern tätig. Unter anderem habe ich regelmäßig Fortbildungen bei Kongressen des dgs (Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik) angeboten. Im eigenen Fortbildungsinstitut, dem Stimmig-sein-Institut, wurden inzwischen viele Logopäden und Gesangspädagogen in der Stimmig-sein-Methode ausgebildet.

An wen richtet sich mein Angebot?

Mein Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an alle Stimmpatienten und Stimmpatienten, die eine funktionelle Stimmstörung (funktionelle Dysphonie), eine organische Stimmstörung (organische Dysphonie), eine neurologische Stimmstörung (neurologische Dysphonie) oder eine psychogene Stimmstörung (psychogene Dysphonie oder psychogene Aphonie) haben. Meist werden bei einer Diagnose einer Stimmstörung auch Aussprachstörungen oder Schluckstörungen entdeckt. Diese werden selbstverständlich mitbehandelt.

Auch bei Redeflussstörungen wie Stottern oder Poltern (zu schnelles, verwaschenes, undeutliches Sprechen) spielt die Stimme eine große Rolle. Daher behandele ich auch häufig Redeflusstörungen unter anderem über die Verbesserung der Stimme mit.