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Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode®

Zur Entstehung der Stimmig-sein-Methode® – meine Behandlungsmethode:

Die Stimmig-sein-Methode® ist eine Weiterentwicklung der Funktionalen Methode nach Gisela Rohmert, welche im Lichtenberger Institut für Gesang und Instrumentalspiel gelehrt wird und auch in der Stimmtherapie Einsatz findet. Diese auch als Lichtenberger Methode bekannte Gesangspädagogik hat als erste Funktionale Gesangsmethode eine Herangehensweise geschaffen, welche über das Hören von bestimmten Obertonfrequenzen und über das Zulassen des Vibratos in der Stimme eine Selbstorganisation der Stimme auslöst.

Diese Methode wird bereits vielfach in der Logopädie in der Stimmtherapie eingesetzt. Uta Feuerstein hat mit ihrem Buch „Stimmig sein. – Die Selbstregulation der Stimme in Gesang und Stimmtherapie.“ im Jahr 2000 einen entscheidenden Beitrag zur Übertragung dieser eigentlich für den Gesang entwickelten Stimmbildungsmethode auf die Stimmtherapie (Therapie von Stimmstörungen) zu übertragen. Die Stimmig-sein-Methode® kann auch aufgrund ihrer Übertragung im Bereich von funktionellen und organischen Stimmstörungen (Dysphonien) auch bei Patienten und Patientinnen ohne jede Gesangserfahrung eingesetzt werden.

Im Jahr 2001 hat sie zusammen mit der Dipl.-Psychologin Uta Himmelmann einen weiterführenden Ansatz entwickelt, mit dem zusätzlich auch psychische Mitbedingsungsfaktoren einer Stimmstörung, also auch psychogene Dysphonien behandelt werden können. Diese weiterführende Methode hat den Namen „Stimmig-sein-Methode“ erhalten.

Stimmtherapie – Die Selbstorganisation der Stimme über das Hören:

In der Stimmig-sein-Methode® organisiert sich die Stimme über eine bewusste Hörweise von selbst: Im Ohr liegt ein obertonreicher „Klangcode“ verankert, der – wenn wir ihn wahrnehmen – eine Verbesserung des Tonus (Spannungsgrad der Muskeln) im gesamten Körper bewirkt. Dadurch werden funktionale Abläufe wie z.B. das Zusammenspiel der Kehlkopfmuskeln, Atmung, Haltung usw. harmonisiert. (Funktionale Selbstorganisation der Stimme).

Stimme und Psyche: Doch Stimme ist mehr als nur das perfekte Zusammenspiel verschiedener Muskeln: Im Singen und Sprechen drücken sich auch Stimmungen oder Unstimmigkeiten aus: Wenn wir nicht mit uns im Einklang sind, wird die Schutzfunktion der Kehle (z.B. als “Kloß im Hals”) innerviert, was den Klang angestrengt und gepresst klingen lassen kann. Wenn wir jedoch eigenmächtig und authentisch unsere “innere Stimme” sprechen lassen, bekommen wir einen raumgreifenden und gleichzeitig anstrengungslosen Klang.

Stimmtherapie – Die Selbstorganisation der Stimme über die Psyche:

Diese Zusammenhänge macht sich die Stimmig-sein-Methode® zunutze, indem man über das bewusste Hören des Stimmklangs eine bessere Wahrnehmung für die eigenen Bedürfnisse und Gefühle entwickelt und so die “innere Stimme” stimmlich wie psychisch befreien kann. (Psychointegrale Selbstorganisation der Stimme). Die Stimmig-sein-Methode® eignet sich daher hervorragend für den Einsatz bei funktionellen und psychogenen Dysphonien. Aber auch bei organischen Dysphonien kann er die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und durch die verbesserte Schwingfähigkeit der Stimmlippen zum Beispiel dazu beitragen, dass sich Schwellungen auf den Stimmbändern auflösen oder dass eine gelähmte Stimmlippe wieder zum Mitschwingen angeregt wird (dies ist nur bei reinnervierbaren Stimmlippen möglich). Funktionelle Fehlspannungen, die sich nach einer organischen Stimmstörungen aufgebaut haben, werden abgebaut. Diese Stimmtherapiemethode kann auch hervorragend in der Therapie von Redeflusstörungen eingesetzt werden.

Stottern und Poltern haben oft eine Stimmstörung als Basis:

Stottern und Potern gehen oft mit einem gestörten Stimmklang einher. Hinzu kommen Verspannungen in der Atmungs,- Phonations- und Artikulationsmuskulatur. Dies alles kann mit der Stimmig-sein-Methode® behandelt werden und der Redefluss optimiert werden. Auch kann in der SStimmig-sein-Methode® der psychische Askekt der Redeflussstörung bearbeitet werden.

Impressum

Stimmtherapiepraxis
Uta Feuerstein
Mauritiussteinweg 2
50676 Köln

Telefon: 0221 – 420 378 49
Telefax: 0221 – 80 163 19
E-Mail: info[at]stimmigsein.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführerin: Uta Feuerstein
Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 6 MDStV: Uta Feuerstein

Design und Konzeption: Uta Feuerstein
Technische Umsetzung: pixel40 – webdesign & webdevelopment

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Buch: Stimmig sein

Buch "Stimmig sein.

Stimmig sein. Die Selbstregulation der Stimme
in Gesang und Stimmtherapie
von Uta Feuerstein

Das Buch „Stimmig sein“ ist leider inzwischen vergriffen und nicht mehr im Buchhandel und im Institut erhältlich. Ein neues Buch zur Stimmig-sein-Methode® – also mit unseren Neuerungen zur psychointegralen Stimmarbeit ist in Arbeit. Falls Sie das Herausgabedatum erfahren möchten, sollten Sie sich bei uns im Stimmig-sein-Institut für Gesang, Sprechstimme & Psyche im Mailverteiler eintragen lassen.

Aus dem Inhalt von Stimmig sein

Stimmig sein heißt, daß alle an der Stimme beteiligten Funktionen miteinander harmonieren. In diesem Buch wird die in Lichtenberg/ Odenwald entwickelte „Funktionale Methode nach Gisela Rohmert“ beschrieben, die als erste Gesangspädagogik einen bahnbrechenden Ansatz entwickelt hat, in der sich die Stimme über eine besondere Hörweise selbst reguliert. Es gibt einen bei allen Menschen (egal ob „begabt“ oder „unbegabt“) gleichermaßen vorhandenen sehr hochfrequenten „Klangcode“, der sich u.a. in der speziellen Anatomie des Ohres zeigt. Dieser Klangcode wartet nur darauf, wiedergehört, wiedergesungen und wiedergesprochen zu werden. Wenn der – bei vielen Menschen verloren gegangene – Bezug dazu zurückgewonnen wird, erscheint dieser „Klangcode“ nicht nur als Brillanz im Stimmklang, sondern wirkt über neurologische Wege harmonisierend auf den gesamten Körper – und damit nicht nur auf die Stimme, sondern auch auf den ganzen Menschen. So wird Singen und Sprechen ein heilsamer Prozeß, in dem wir wieder mit uns in Einklang kommen und stimmig werden.

Dieser natürliche Selbstregulationsprozeß der Stimme wird von der Autorin auch für Laien gut verständlich dargestellt. Dabei zeigt sie, daß die Methode universell einsetzbar ist, da diese Stimmentfaltungsfähigkeit allen Menschen gleichermaßen angeboren ist und daher sowohl im Gesang und in Sprechstimmberufen als auch in der Therapie von Stimmstörungen hervorragende Wirkungen erzielt.

Aus der Einleitung von Stimmig sein

Was bedeutet stimmig sein?
Mit diesem Buch möchte ich mich an alle Menschen wenden, die sich privat oder beruflich mit der Stimme beschäftigen, und dabei vor allem die Leserinnen und Leser ansprechen, die einen Weg suchen, mit der Stimme in Einklang zu kommen und stimmig zu werden. Was meine ich nun genau mit stimmig sein? Dies möchte ich im folgenden kurz erläutern:

Menschen, die sich intensiv mit ihrer Stimme beschäftigen, wissen, daß sie kein bloßes Instrument ist, das allein durch einfache Tricks beherrscht werden kann. Die Stimme wird täglich aus uns selbst heraus erschaffen und zeigt uns, wenn „etwas nicht stimmt“, wenn wir
„Unstimmigkeiten“ haben oder „verstimmt“ sind. Diese Begriffe und Redewendungen deuten bereits an, daß unsere psychischen
„Stimmungen“ und Befindlichkeiten einen sehr großen Einfluß auf unseren Stimmklang haben. Aber die Emotionen spielen nicht die einzige Rolle für die Stimmgebung: Eine völlig gesunde und im Einklang befindliche Stimme mutet schon fast wie ein Wunder an, wenn man bedenkt, wie viele
zahlreiche Faktoren an der Stimmgebung beteiligt sind. Ein komplexes Netz aus physiologischen, mentalen, psychischen und sozialen Einflußgrößen wirkt auf den Stimmklang ein und beeinflußt sich gegenseitig. Wer versucht, jeden einzelnen Faktor und die stattfindenden Wechselwirkungen zunächst zu erkennen und dann auch noch positiv zu verändern, sieht sich häufig vor eine schwierige, wenn nicht unlösbare Aufgabe gestellt.
Stimmig sein soll also in diesem Buch nicht nur im psychischen Sinn, sondern insgesamt als eine Fähigkeit verstanden werden, all diese an der Stimmgebung beteiligten Faktoren in Einklang zu bringen.

In der „Funktionalen Methode nach Gisela Rohmert“ wurde eine Möglichkeit zur Selbstregulation der Stimme gefunden, die zu einer sehr großen stimmlichen Leistungsfähigkeit ohne Verschleißerscheinungen führt. Ich werde diese Methode sowohl in der ursprünglichen Form der Gesangspädagogik als auch in bezug auf die Therapie von Stimmstörungen darstellen.
Wie der im Namen enthaltene Begriff funktional bereits sagt, erhebt die Methode den Anspruch, eine Stimmpädagogik zu sein, in der alle an der Stimmbildung beteiligten Funktionen zu einer systemischen Einheit (zurück)finden.
Dies ist aufgrund der größtenteils autonom ablaufenden Vorgänge beim Singen nicht durch willentliche Steuerung zu erreichen. Auch wenn wissenschaftliche Erforschungen zu diesem Thema herausgefunden haben, wie die optimalste Art der Atmung, die beste Körperhaltung oder der ideale Muskeltonus für eine leistungsfähige Stimme sein sollten, nützt dies für die Praxis häufig zu wenig. Die auf diesen Erkenntnissen basierenden Stimmbildungsmethoden können zwar oft einen positiven Einfluß ausüben, aber das ganze System der Stimme dadurch nicht bis in alle Einzelheiten regulieren.
Gisela Rohmert hat mit ihrer Methode einen Weg gefunden, bei dem durch eine veränderte Hörweise eine Selbstregulation aller an der Stimmbildung beteiligten Funktionen bewirkt wird.

Leseprobe von Stimmig sein

Der Grundgedanke in der Funktionalen Methode ist, daß es für die Stimmfunktion, ebenso wie für andere Körperfunktionen auch (z.B. den Stoffwechsel), systemimmanente Selbstregulations-
mechanismen gibt. Bei der Phonation handelt es sich um ein nichtlineares, dynamisches (chaotisches) System. Das heißt, daß wir unzählige von beteiligten Elementen vorfinden, die sich gegenseitig beeinflussen, ergänzen oder auch behindern können. Die Frage ist nun, wie es zu einem komplexen Zusammenspiel aller an der Phonation beteiligten Elemente und Subsysteme kommen kann, wie es zu einer unwillkürlichen Selbststeuerung des Systems kommen kann?

Um dies erklären zu können, reichen lineare Erklärungsmodelle, die nur monokausale oder multikausale Zusammenhänge berücksichtigen (z.B. daß eine ausbalancierte Atmung oder eine besonders gute Körpertechnik alleine oder auch mehrere Faktoren zusammen für eine gute Phonation verantwortlich seien), nicht aus. Es ist die These Gisela Rohmerts, daß es möglich ist, das System Phonation aus sich heraus zu einer Einheit zu verschmelzen, bei der alle Funktionen optimal miteinander kooperieren können, ohne daß wir auf Dauer Einzelfunktionen (wie z.B. die Art der Atmung) differenzieren oder stärken müssen.
Gisela Rohmert hat Mittel und Wege gefunden, die Stimme diesen Weg der Selbstregulation gehen zu lassen. Doch dies heißt nicht, daß sich mit einer neuen Art der Stimmbildung nun auf einen Schlag alle Probleme lösen ließen.

Der größte Feind auf diesem Weg ist der Mensch selbst. Denn die relative Neuerwerbung Großhirnrinde unterscheidet uns vom Tier dahingehend, daß wir nicht mehr reflexhaft reagieren, sondern willensgesteuert viele Selbstregulationsprozesse unterbinden. So besteht die langwierige Aufgabe dieser Methode nicht darin, bestimmte Dinge zu trainieren, sondern eher darin, alte angeborene Fähigkeiten wiederzufinden, zuzulassen, und sich von überflüssigen und energieaufwendigeren Stimmkonzepten zu verabschieden. Die Suche nach der Stimme hinter der Stimme ist daher über viele Strecken wie die viel zitierte Suche nach dem verlorenen Paradies. Denn, wer einmal erlebt hat, wie energievoll und belebend Singen und Sprechen sein können, wird immer wieder nach diesem Zustand suchen.

Pressestimmen über Stimmig sein

„Mit diesem Buch wird erstmals die bahnbrechende Arbeit der Sängerin und Gesangspädagogin Gisela Rohmert einem breiten Publikum vorgestellt. Es richtet sich sowohl an BerufssängerInnen, GesangspädagogInnen, ChorleiterInnen … und alle, die sich für ihre Stimme und Gesang interessieren. Das Spektakuläre an diesem Ansatz ist die Erkenntnis, dass sich die Stimme über eine besondere Hörweise selbst reguliert. Dieses Buch ist trotz der thematischen Komplexität sehr anschaulich und auch für Laien gut verständlich dargestellt und macht Lust zum Ausprobieren. Ein Buch, das anregt, neue Wege zu beschreiten, und das ich daher wärmstens empfehlen kann!“ – Forum Kirchenmusik -/3/2001/-

„Was die Lektüre von den ersten Seiten an auch für EinsteigerInnen in das Fach >>Stimme<< ansprechend macht: Die Fachbegriffe werden klar definiert und erklärt, die LeserIn weiß stets, wovon die Rede ist. Das Buch ist Nachschlagewerk und Methodenbeschreibung zugleich, ideal zum Ein- oder Nachlesen, beispielweise im Zuge eines Rohmert-Seminares. Das Wesen der Stimme sowohl in Gesang und Sprache als auch im pathologischen Prozeß wird hier nicht als Gegensatz >>richtig/gut – falsch/schlecht<< definiert, sondern als dynamisches Geschehen in all seinen Eigenschaften angenommen und weiter entwickelt. Mag sein, daß Elemente >>klassischer<< Stimmbildung und -therapie ins Wanken geraten!“ – Logopädie -/4/2000/-

„Dieses Buch sei allen empfohlen, die neugierig auf eine andere Methode in der Stimmtherapie sind und neue Inspirationen, sowie Impulse für ihren stimmtherapeutischen Alltag suchen. Sehr vielseitige Anregungen, zum Beispiel wird das Hörtraining sehr ausführlich beschrieben, runden das sehr gut lesbare Buch ab. Dieses Buch weckt die Lust, die >>Funktionale Methode<< nach Giesela Rohmert selbst zu erlernen.“ – Die Sprachheilarbeit -/14.12.2000/-

„Durch die insgesamt positive Wirkung des Klanges auf den Menschen erleben SängerInnen und ZuhörerInnen die Stimme als befreiend und heilsam, weshalb der von der Autorin gewählte Titel „Stimmig Sein“ absolut passend ist. Dieses Buch ist trotz der thematischen Komplexität sehr anschaulich und auch für Laien gut verständlich dargestellt, und macht Lust zum Ausprobieren. Ein Buch, das anregt, neue Wege zu beschreiten, und das ich daher wärmstens empfehlen kann! – Üben und Musizieren -/28.11.2000/-

„Das Buch ist zu empfehlen als Beitrag zur Theoriebildung in der Stimmtherapie. Es macht deutlich, wie komplex der Stimmklang und das Unternehmen Stimmtherapie sind, und zeigt neue Qualitätskriterien in der Beurteilung von Stimmklang auf. Diese Art von Klang und die neue Hörweise nachen hoffentlich viele neugierig auf das Buch und auf Eigenerfahrung z.B. in den Lichtenberger Seminaren.“ – Forum Logopädie -/16.08.2000/-

„Einen profunden und kreativen Umgang mit den »Werkzeugen« des Lichtenberger Modells hat Uta Feuerstein in ihrem Buch offengelegt. Wer an neuen Wegen interessiert ist, kann durch dieses Buch Anregung und Inspiration erfahren.“ – Gisela Rohmert

Leserecho von Stimmig sein

„Ein überaus faszinierendes Buch, das eine Fülle von neuen Perspektiven eröffnet. Die Autorin führt in äußerst sachkundiger Form durch ein – zumindest für den Laien – völlig neues Terrain, z.B. wie die anatomische Bauweise des menschlichen Ohres dazu beiträgt, bestimmten Klängen beim Hören >>den Vorzug<< gegenüber anderen zu geben etc. Das Buch ist jedem wärmstens zu empfehlen, der sich für den Themenbereich Stimme – Klang – Musik – Selbsterfahrung interessiert.“
– Ira Mollay, Wien

Links

Berufsverbände und Kontakte

* dgs Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik
* dbs Deutscher Bundesverband der Sprachheilpädagogen
* www.sprachheilpaedagogik.de
* Die Sprachheilarbeit
* www.logopaedie.de
* Sprachheilpädagogik

Praxen und Kliniken in anderen Städten

*Logopädische Praxis
Nicole Mühlhause in Heilbad Heiligenstadt
*Logopädische Praxis Christian
Schütz, Schwabmünchen
*Therapiezentrum, Rheine
*Rehamed – Lehranstalt
für Logopädie, Rheine
*Logopädische Praxis
Freiberg
*Melanie Reimering
-Klang- und Musiktherapeutin, Yoga-Lehrerin, Psychologische Beraterin (VFP).

Jobbörse & Fortbildungsangtebote für LogopädInnen und SprachtherapeutInnen
* careerjet
* Fortbildungsfinder

Weitere Links:
*Naturheilpraxis Citovics

Bei einem Interesse an einer gegenseitigen Verlinkung Ihrer interessanten
Praxis bitte einfach mit mir in Verbindung setzen!

Verordnung von logopädischen Therapien

Wenn Sie Symptome einer Stimmstörung bei sich vermuten, brauchen Sie für die Behandlung in meiner Praxis immer eine HNO-ärztliche oder phoniatrische Verordnung bzw. Heilhilfsmittelverordnung für eine logopädische Therapie. Dies gilt auch für Privatpatienten. Ärztlicherseits wird untersucht, ob Stimmstörungen vorliegen oder ob es sich um eine andere Erkrankung handelt. Durch die Budgetierung sind die Ärtze in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt. Gab es früher häufiger Verordnungen bei Funktionellen Stimmstörungen, so werden heutzutage viele Patienten mit reiner Heiserkeit ohne organische Beteiligung oft dadurch verwirrt, dass Ihnen bescheinigt wird, ihre Stimmbänder seien (organisch) völlig in Ordnung. Dass stimmt dann auch, es kann aber dennoch eine Stimmstörung vorliegen. Da es aber wenige Menschen gibt, die nicht in irgeneiner Weise eine funktionelle Stimmschwäche haben, ist der Maßstab, wann jemand eine Stimmverordnung benötigt und wann nicht, auch oft schwer zu setzen und hängt sehr vom verordnenden Arzt ab. Häufig bekommen Menschen, die in einem Stimmberuf arbeiten eher eine Verordnung ausgestellt als Menschen, die eine eher schweigende Tätigkeit ausüben.

Dauer und Sequenz von Stimmtherapien

Stimmtherapien werden in der Regel 1-2 Mal pro Woche durchgeführt und meist bei entsprechender Mitarbeit des Patienten nach ca.10 – 30 Stunden geheilt. Bei organischen Stimmstörungen, einer langen Krankheitsgeschichte und bei einer starken psychischen Verursachung kann die Dauer auch länger betragen.

Zuzahlung bei Stimmtherapie

Von Seiten der Krankenkassen müssen Sie für jedes 10-er Rezept zu Behandlung eine Gebühr von 10 % des Rezeptwertes plus 10 Euro bezahlen. Hiervon können Sie sich bei geringem Verdienst evtl. vorher befreien lassen – allerdings muss diese Befreiung bereits vorliegen, wenn Sie die Stimmtherapie verordnet bekommen.

Woran könnnen Sie eine Stimmstörung erkennen?

… am Stimmklang
von einer Stimmstörung spricht man immer dann, wenn eine Stimme nicht nur vorübergehend ihren Stimmklang pathologisch verändert – die Stimme also zum Beispiel heiser, knarrend, verhaucht, schrill, gepresst, wegbrechend und wackelig, sehr leise oder sogar tonlos ist.

…an Beschwerden beim Sprechen
Oft geht eine Stimmstörung mit zusätzlichen Beschwerden beim Sprechen einher wie Sprechanstrengung, trockenem Hals, Reizhusten oder Räusperzwang, vermehrter Schleimbildung, häufigen Kehlkopfentzündungen, Halsschmerzen, Engegefühlen, Kloßgefühlen im Hals oder Atemnot und zu kurzer Tonhaltedauer.

Ist es eine Stimmstörung…
…wenn man nicht gut singen kann?
Grundsätzlich nein, aber es gibt Ausnahmen von der Regel. Treten die Stimmprobleme nur beim Singen auf, wird dies in der Regel erst dann als eine Singstimmstörung (Dysodie) angesehen, wenn diese Probleme bei (Berufs-)SängerInnen auftreten, die vorher gut singen konnten und nun nach der Operation Stimmprobleme auftreten. Dann ist eine Wiederherstellung des vorherigen Status über die Krankenkasse möglich. Um eine Verbesserung des Singens bei Arien, Koloraturen, Registerbruch usw. zu erreichen, ist bei SängerInnen mit einer Stimmstörung eine Kombination aus logopädischer Behandlung und selbstbezahltem Gesangsunterricht anzuraten.

Warum bekommen so viele Sänger und Sängerinnen Stimmprobleme?

Viele Sänger leider unter Stimmproblemen. Der Fachterminus Sängerknötchen zeigt schon, dass viele Sänger sogar organische Veränderungen an den Stimmlippen bekommen. Das liegt oft an einer falschen Stimmtechnik bei Sängerinnen und Sängern – und zwar daran, dass mit zu viel Atemdruck und zu festem Stimmlippenschluss gesungen wird. Aber auch andere Fehler können sich im Gesang einschleichen. Vielfach wird der Rachen eingeengt, der Kehlkopf hochgezogen, das Gaumensegel verspannt usw. usw.

Schuld daran sind oft falsche Stimmvorbilder – Sänger, die ebenfalls mit Verspannungen singen. Was viele nicht wissen: auch die Star-Sänger bekommen oft Stimmprobleme – nur wird dies oft verheimlicht und der Sänger oder die Sängerin werden unbemerkt operiert und / oder stimmtherapeutisch behandelt und sie starten dann nach einer gewissen Zeit ihr Comeback.

Der Grund einer Stimmstörung von einer Sängerin oder einem Sänger kann auch in der Psyche liegen, wie zum Beispiel bei Lampenfieber oder anderen psychischen Problemen.

Um langfristig Stimmstörungen im Gesang zu vermeiden, sollten Sie eine Stimmtechnik erlernen, welche nachhaltig gut für die Stimme ist und keine Stimmstörungen erzeugt. Siehe dazu mein Angebot unter stimmigsein.de.
Die Stimmig-sein-Methode ist darauf ausgerichtet, dass sich die Stimme selbst organisiert – und verhilft Ihnen daher zu einer gesunden Stimmfunktion. Die Stimmtherapie wird nur verordnet, wenn Sie eine Stimmstörung entwickelt haben. Sie bekommen also keine Verordnung für Gesangsunterricht.

Was ist eine Organische Stimmstörung oder Organische Dysphonie / Dysodie?

Eine organische Stimmstörung oder Organische Dysphonie wird immer dann als Diagnose gestellt, wenn die Stimmfunktion durch organische Veränderungen gestört oder verursacht ist.

Typische organische Stimmstörungen

Typische organische Stimmstörungen sind z.B. die Stimmlippenknötchen (welche auch häufig Sängerknötchen genannt werden, da häufig Sänger ihre Stimme durch eine falsche Stimmtechnik überbeanspruchen und so irgendwann Schwielen auf den Stimmbändern entwickeln). Viele organische Stimmstörungen lassen sich durch die Umstellung der Stimmtechnik auf die funktionale Phonation, welche mit der Stimmig-sein-Methode® möglich ist, beseitigen. Manche organische Stimmstörungen sind jedoch nur operativ zu beheben – wenn auch gleichwohl eine stimmtherapeutische Nachsorge wichtig ist. Dies ist z.B. häufig bei Stimmpippenpolypen der Fall, wenn diese bereits zu groß geworden sind.

Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode® nach Operationen

Stimmstörungen nach Operationen aufgrund der Prozesse der Wundheilung z.B. in der Stimmlippenschleimhaut:
Oft kommt es vor, dass Patienten aufgrund der Missempfindungen bei der Wundheilung eine gewisse Schonhaltung einnehmen, die dazu führen kann, dass die Stimme nicht mehr klar klingt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Verspannungen (Kompensationsversuche) aufgebaut werden, um die Stimme wieder in den Griff zu bekommen. Hier wird Ihnen professionell weitergeholfen, um zu vermeiden, dass sich falsche Muster einschleichen.

Stimmtherapie mit der Stimmig-sein-Methode® nach Schilddrüsenoperationen

Nach einer Schilddrüsen-Operation kann es vorkommen, dass die Stimme eingeschränkt belastbar ist. Dies kommt einerseits von:

Recurrenzparesen:

Die gefürchtete Recurrenzparese nach einer Schilddrüsenoperation tritt glücklicherweise nicht mehr so häufig auf. Die Recurrenzparese ist eine Lähmung eines oder beider Stimmlippennerven (Nervus recurrenz), welche zu Heiserkeit oder zu Atemnot führen kann. Manche Recurrenzparesen sind unwiderruflich. Bei einer einseitigen Stimmlippenlähmung muss dann die andere Stimmlippe in der Stimmtherapie geschult werden, stärker zu arbeiten, um wieder eine brauchbare Stimmfunktion zu entwickeln. Oft sind die Lähmungserscheinungen auch nur vorübergehend und lassen sich auch durch eine gute Therapie schnell wieder beheben, indem die gesunde Stimmlippe dazu animiert wird, mit ihrer Schwingung die andere Seite anzuregen.

Umstellung der Muskulatur:

Eine andere Schwierigkeit liegt darin, dass Ihre Muskeln sich umstellen müssen. Denn die Einhängemuskulatur des Kehlkopfs hat nun einen kürzeren Weg für ihre Arbeit, da die Schilddrüse (bzw. ein Lappen der Schilddrüse) fehlt, so dass der früher längere Weg eines Muskels der Einhängemuskulatur sich nun kürzer gestaltet.
Auch wenn es tatsächlich zu einer Recurrenzparese gekommen sein sollte, muss sich die Muskulatur umstellen. In diesem Falle muss das beweglich gebliebene Stimmband kompensieren lernen, um näher an die gelähmte Stimmlippe heranzukommen, so dass die Stimme wieder klarer werden kann. Bei nur vorübergehenden Lähmungen (welche oft entstehen, wenn der Nerv lediglich gequetscht ist), ist es sogar extrem wichtig, Stimmtherapie zu machen, um über die Schwingung des gesunden Stimmbandes die gelähmte Seite zum Mitschwingen anzuregen und so schneller zu reaktivieren, damit es gar nicht erst zum Abbau von Muskelmasse im gelähmten Stimmband kommen kann.

Stimmtherapie bei organischen Stimmstörungen – Selbstheilungsprozesse anregen

In der Stimmtherapiepraxis arbeiten wir mit der Stimmig-sein-Methode®. Mit dieser Methode ist es möglich, Selbstheilungsprozesse bzw. Selbstregulationsprozesse der Stimme in Gang zu bringen, welche die unwillkürlich gesteuerte Muskulatur des Kehlkopfes anregen kann, sich neu zu organisieren. Diese Selbstregulation können Sie über eine verbesserte Hörwahrnehmung unter professioneller Anleitung erlernen. Denn über eine verbesserte Klangwahrnehmung (bestimmter Frequenzen) reguliert sich die Stimmfunktion (über neurologische Schleifen) von selbst. Das heißt, die Stimme wird klarer, weicher, voluminöser und brillanter (tragfähiger). Anstrengungsgefühle lösen sich auf.
Bei organischen Schädigungen im Kehlkopf organisieren sich im Rahmen der natürlichen Möglichkeiten des Kehlkopfs die Muskeln neu; Schwellungen können durch das veränderte Schwingungsverhalten der Stimmlippen zurückgehen.
Auch können Sie mit einer Stimmtherapie nach einer Operation angeleitet werden, nicht aus einer Angst vor Stimmproblemen oder wegen evtl. vorhandener Missempfindungen im Hals eine falsche (kompensierte) Stimmtechnik zu entwickeln.

Abbau von Ängsten und (Stimm-) Stress

Auch der Stress, den eine Stimmstörung bzw. eine Operation auslösen kann, kann in der Stimmig-sein-Methode® mitbehandelt werden. In diesem Fall ist es mit der Stimmig-sein- Methode® möglich, über die Stimme Zugang zu seinen Gefühlen zu bekommen und Ängste und damit seinen (Stimm-) Stress wieder abzubauen.

Psychogene Dysphonie

Viele kennen psychogene Belastungen ihrer Stimme – wenn diese Belastungen dauerhaft auftreten, so nennt man dies „psychogene Dysphonie“.
Alltätgliche Redewendungen berichten davon:

  • einen Kloß im Hals haben
  • vor Wut einen „dicken Hals“ bekommen
  • stimmig sein
  • unstimmig sein
  • es verschlägt mir die Stimme
  • da krieg ich keine Luft mehr
  • das ist eine schlechte Stimmung hier
  • ich will auch etwas be“stimmen“
  • das stimmt für mich
  • unbestimmt

usw.

Wir haben in der eigenen Methode, der Stimmig sein-Methode wissenschaftlich einen Zusammenhang zwischen Stimme und Psyche herstellen können und Wege zur Befreiung der Stimme auch über einen psychischen Zugang geschaffen. Näheres hierzu erfahren Sie  hier.

Was ist eine Funktionelle Stimmstörung oder Funktionelle Dysphonie / Funtionelle Dysodie?

Eine Funktionelle Dysphonie erkennen Sie daran, wenn die Stimmfunktion nicht harmonisch arbeitet

An der Phonation sind über 100 Muskeln beteiligt.
Da kann man sich vorstellen, dass alles harmonieren muss, damit man ein klanglich gutes Ergebnis erzielt. Bei einer Funktionellen Dysphonie arbeiten manche Muskeln zu wenig. Meist versuchen dies wiederum andere Muskeln auszugleichen, die für diese Aufgabe nicht zuständig sind und daher dieser Aufgabe eigentlich nicht gewachsen sind. Bei der HNO-ärztlichen oder phoniatrischen Untersuchung können natürlich nicht alle an der Phonatoin beteiligten Muskeln untersucht werden. Meist schauen die Ärzte nur mit einem Spiegel oder einer Kamera direkt auf die Stimmlippen und sehen sich die Schwingung des Kehlkopfs an.

Eine hyperfunktionelle Dysphonie erkennen Sie daran,wenn Sie zu angestrengt sprechen

Von einer hyperfunktionellen Dysphonie spricht man dann, wenn die Stimmlippen mit zu viel Wucht bei der Schwingung aufeinander prallen. Der Stimmklang ist laut und gepresst mit einem harten Einsatz am Anfang. Oft neigen die PatientInnen zu einer forcierten Ausatmung, es stellen sich nicht selten Engegefühle im Hals ein und die Stimme hält diese Überanstrengung nicht lange durch: die Stimme ist wenig belastbar, was sich in Stimmermüdung und Heiserkeit äußert.

Eine hypofunktionelle Dysphonie erkennen Sie daran,wenn Sie zu leise oder zu hoch sprechen

Von einer hypofunktionellen Dysphonie spricht man immer dann, wenn die Stimmlippen an irgendeiner Stelle nicht richtig schließen. Ein kompletter Stimmlippenschluss ist aber wichtig, da die Stimmlippen sich für die Stimmlippenschwingung aneinanderlegen müssen, damit ein klarer und kein verhauchter Ton entsteht. Die Tonhaltedauer ist verkürzt, die Stimme klingt überluftet, nicht selten etwas zu nasal. Man kann nicht besonders laut sprechen und wird daher von anderen überhört.

Eine Dysphonia mixta hat beide Symptome und kommt am häufigsten vor

Eigentlich sind die meisten Stimmstörungen eine gemischtfunktionelle Dysphonie. Denn: fast jede(r), der/ die eine Schwäche der Stimmbänder hat, entwicklet eine Kompensation – man fängt an zu pressen, macht den hals enger als es gut tut, strengt die Hals- und Artikulationsmuskulatur über Gebühr an. Es verwundert daher nicht, dass oft bei verschiedenen Patienten, die eigentlich sehr ähnliche Symptome haben, einmal eine hypofunktionelle Dysphonie und einmal eine hyperfunktionelle Dysphonie diagnostiziert bekommen – je nachdem, auf was der Arzt/ die Ärztin vermehrt achtet.

Stimmstörungen bei Sängerinnen und Sängern

Ist es eine Stimmstörung…
…wenn man nicht gut singen kann?
Grundsätzlich nein, aber es gibt Ausnahmen von der Regel. Treten die Stimmprobleme nur beim Singen auf, wird dies in der Regel erst dann als eine Singstimmstörung (Dysodie) angesehen, wenn diese Probleme bei (Berufs-)SängerInnen auftreten, die vorher gut singen konnten und nun nach der Operation Stimmprobleme auftreten. Dann ist eine Wiederherstellung des vorherigen Status über die Krankenkasse möglich. Um eine Verbesserung des Singens bei Arien, Koloraturen, Registerbruch usw. zu erreichen, ist bei SängerInnen mit einer Stimmstörung eine Kombination aus logopädischer Behandlung und selbstbezahltem Gesangsunterricht anzuraten.